Warum trainieren wir Bodenkampf?

Sicher kämpfen die meisten Personen lieber stehend als am Boden. Die Gründe hierfür können unter anderem
• in unserer Erziehung liegen. Kinder bis zu einem gewissen Alter spielen überwiegend am Boden. Erst später, wenn wir gelernt haben das „man nicht am Boden spielt“ oder „der Boden schmutzig ist“ spielt sich alles im Stehen ab.
• in der jeweiligen Ausbildung liegen. Kämpfer, die bisher z.B. Boxen, Karate oder eine der anderen schnellen Kampfsportarten trainiert haben, werden wegen mangelnder Erfahrung den Kampf am Boden vermeiden.
• psychologisch bedingt sein. Wir sind es gewohnt, die Welt aus der aufrechten Perspektive zu betrachten. Am Boden liegend sehen die Dinge anders aus, der Blickwinkel ist ungewohnt und verunsichert uns deshalb.

So ungern also die meisten Personen am Boden kämpfen, so zeigt doch die Realität das sehr viele Kämpfe am Boden ausgetragen werden. Beim Strassenkampf ist der Boden nicht eben und sauber, es gibt Stufen, Eis und Schnee, Gegenstände liegen herum. Man kann also leicht stolpern. Veilleicht ist der Gegner ein erfahrener Bodenkämpfer und zieht oder wirft uns deshalb zu Boden.
Aus welchem Grund auch immer wir auf den Boden gehen, es ist wichtig sich dabei nicht zu verletzen und den Kampf fortsetzen zu können. Darum wird bei uns zunächst die sog. Fallschule geübt.
Dann werden verschiedene Techniken aus den Judo und dem Brasilian Ju Jutsu geübt. Dazu gehören Haltegriffe und Befreiungen daraus, Hebeltechniken und Würgegriffe.