Was ist PFS?

PFS ist Selbstverteidigung, kein Sport!
Die Abgrenzung zur Kampfkunst bzw. zum Kampfsport erfolgt durch die kompromisslose Ausrichtung auf den Strassenkampf. Dort wird eben nicht in der sauberen Umgebung des Dojo gekämpft und es gibt weder Regeln, noch Kampfrichter oder Pausen. Hier gilt nur eine Regel: Überleben!

PFS ist einfach und effektiv
Die meisten Menschen haben nicht genug Zeit für ein jahrelanges Training.  PFS nutzt deshalb einfache, aber wirkungsvolleTechniken.

In der Fern- und Halbdistanz werden Techniken u.a. aus dem Thai Boxen (z.B. Low Kicks), dem Boxen (Bein- und Körperarbeit) sowie weiteren Kampfkünsten eingesetzt. Es wird besonders darauf geachtet nahtlos von einem in den anderen Bereich zu wechseln. Die Distanz wird z.B. mit Fingerstichen zu den Augen und den aus dem Kung Fu bekannten Kettenfauststössen überwunden.

In Nahkampf werden Kopfstösse, die Ellenbogen und Knie eingesetzt. In dieser Distanz werden auch Take Downs angewendet, also verschiedene Methoden um den Gegner zu Boden zu bringen.

Im Bodenkampf finden überwiegend Techniken aus dem Judo und Brasilian Ju JutsuAnwendung.

PFS ist modern
PFS wurde ca. 1980 entwickelt. Der Amerikaner Paul Vunak fasste darin seine Erfahrungen aus verschiedenen Kampfkünsten (u.a. Tae Kwon Do, Hung Gar Kung Fu) zusammen. Dabei wurde er wesentlich von seinem Lehrer Dan Inosanto beeinflusst, viele Techniken und Übungen sind deshalb philippinischen oder chinesischen (Jeet Kune Do Concepts von Bruce Lee) Ursprungs. PFS selbst hat also eine kurze Vergangenheit, greift aber auf die Erfahrungen weitaus älterer Systeme zurück.


PFS passt sich an
Die Angriffsmöglichkeiten sind vielfältig. PFS bietet deshalb die Möglichkeit auf einen Angriff abgestuft und angemessenzu antworten. Es werden Techniken aus dem Stand- und dem Bodenkampf, den unbewaffneten und bewaffneten Kampf geübt. Besonders wichtig ist dabei das schnelle Wechseln z.B. vom Stand in den Boden und das Überwinden der Distanz um in den beim PFS bevorzugten Nahkampfzu kommen.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Offenheit gegenüber anderen Kampfstilen. PFS sucht immer den Kontakt mit anderen Systemen. Dabei geht es nicht um einen Wettkampf sondern um den Austausch von Erfahrungen und Techniken. Ein gutes Beispiel hierfür sind die imposanten Fusstechniken im Tae Kwon Do. Im PFS wird selten höher als die Gürtellinie getreten, aber man muss in der Lage sein mit hohen Fusstechniken umzugehen.

PFS macht fit
Wie jede intensive körperliche Betätigung trainiert auch PFS das Herz-Kreislaufsystem. Zur Verbesserung von Eigenschaften wie Reaktion, Distanzgefühl, Koordination von Hand und Fuss bzw. Hand und Auge und der  Körperdynamik wird im PFS auch mit Waffen (Stock und  Messer) geübt.

PFS hat sich in der Realität bewährt
PFS wird heute u.a. bei der amerikanischen Polizei und verschiedenen Spezialeinheiten der amerikanischen Streitkräfte (z.B. Navy Seals) eingesetzt. Paul’s Schüler wie Michael Grüner verbreiten das System inzwischen auch in Europa, z.B. in Dänemark, Deutschland, Grossbritannien, der Schweiz und Österreich.